SZ: Fürs Achtelfinale in Merchweiler ist einiges zu organisieren

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Von Heiko Lehmann

Wenn man es ganz genau nimmt, hat das Achtelfinale im Fußball-Saarlandpokal zwischen dem Verbandsligisten SV Merchweiler und dem Regionalligisten SV Elversberg bereits am Montag begonnen. „Wir müssen um den Platz sauber machen und die Kabinen herrichten. Ein paar Stunden Arbeit ist das schon“, sagt Hans Alt. Gestern ging es weiter, und am Mittwoch steht auch noch Arbeit an.  Der 74-Jährige hilft beim SVM, wo er kann. Seit 35 Jahren brät Alt die Würste bei den Heimspieltagen des SVM. So auch am Sonntag bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Freisen. „An Ligaspieltagen verkaufen wir etwa 200 Würste. Im Pokalspiel gegen die SV Elversberg werden es bestimmt 600 Würste werden. Da musst du dich zwei Stunden konzentrieren, sonst geht das in die Hose“, sagt Alt. Am heutigen Mittwoch, 19 Uhr, steigt das Derby gegen die SV Elversberg. Der SV Merchweiler ist bereits bestens gerüstet.

(Link zum SZ-Bericht)

„Wir haben da etwas Routine darin und wissen, was wir machen müssen. Wir haben in den vergangenen zehn Jahren schon drei Mal gegen die SVE im Pokal gespielt und im vergangenen Jahr gegen Borussia Neunkirchen ebenfalls im Achtelfinale. Wir haben ein eingespieltes Team“, sagt der Vorsitzende Peter Scheidhauer. Vier Servicestationen mit Essen oder Getränken gibt es heute rund um den Kunstrasenplatz. Etwa 40 Menschen des SV Merchweiler kümmern sich im das Drumherum. Darunter sind alle Vorstandsmitglieder und auch die Spieler der zweiten Mannschaft, die in leuchtenden Leibchen den Ordnungsdienst übernehmen.

„Um den Sportplatz herum ist es bei uns ziemlich dunkel und eng. Deshalb haben wir viele Ordner eingeteilt“, erklärt Gregor Zewe, der Pressesprecher des Vereins. Das Parken direkt am Stadion wird sich heute wohl etwas schwierig gestalten, da die Zufahrt durch den Ort gesperrt ist. Eine Eisenbahnbrücke wird erneuert. Und hier kommt wieder Hans Alt ins Spiel. Die lebende Vereinslegende hat 50 Jahre für das Unternehmen Monti gearbeitet. Das Unternehmen hat sein Firmengelände direkt vor der Eisenbahnbrücke in der Eisenbahnstraße und dort dürfen die Zuschauer heute parken. Der Fußweg zum Stadion ist nur 200 Meter weit. Die Anreise mit dem Zug ist ebenfalls einfach, da in unmittelbarer Nähe des Stadions der Bahnhof von Merchweiler liegt.   

Der SV Merchweiler rechnet heute mit 400 bis 500 Zuschauern. Durch die langjährige Pokalerfahrung gegen große Gegner ist sich der SVM aber sicher, dass alles reibungslos funktionieren wird. „Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz wissen schon seit Wochen Bescheid und wir haben alle Punkte abgearbeitet, die auf unserem Plan stehen. Das Spiel kann beginnen“, sagt Gregor Zewe. Sportlich rechnen sich die Merchweiler nicht sehr viel gegen die Elversberger aus. Allerdings sind solche Spiele eine sehr gute Einnahmequelle für den Verein. Und genau in diesem Punkt kommt die SVE dem SVM entgegen. „Wir verzichten und auf unsere Hälfte der Eintrittsgelder zugunsten des SV Merchweiler. Das machen wir bis zum Achtelfinale bei allen Gegnern, die in tieferen Ligen spielen. Ab dem Achtelfinale entscheiden wir von Spiel zu Spiel“, sagt Marc Strauß, Vorstand Verwaltung und Vereinsentwicklung bei der SV Elversberg. Eine Geste, für die sich der SVM bedankt und den Profis den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen möchte. Gleich zwei Kabinen bekommen die Elversberger heute Abend. Ob es trotzdem für eine Pokalsensation reicht, bleibt abzuwarten.