1959 – 40 Jahre Preußen Merchweiler

„Der Sport-Verein Preußen 1919 Merchweiler begeht in der ersten Augustwoche sein 40-jähriges Bestehen. Ich freue mich, aus diesem Anlaß dem Verein, der den Namen der Gemeinde über die engeren Grenzen hinaus bekannt gemacht hat, für die bisherige Pionierarbeit am Aufbau des Sportes zu danken. Damit verknüpfe ich die Hoffnung auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit im Dienst an unserer Jugend!“

Hermann Neuberger
* 12.12.1919 Völklingen † 27.09.1992
Vizepräsident FIFA 1974-1992
Präsident DFB 1975-1992
Präsident Landessportverband
(August 1959)

Vor dem ersten Weltkrieg bestanden bereits in unserer Region folgende Clubs: Germania 1912 Göttelborn, SV Holz 05, Hellas 05 Bildstock, Kerpen 09 Illingen, Germania 07 Elversberg, Viktoria 05 Quierschied, Viktoria 1912 Hühnerfeld, Teutonia 05 Dudweiler, SC 07 Heiligenwald oder VfR 08 Schiffweiler. Die Clubs waren im Süddeutschen Fußballverband organisiert.

Was wir heute unter der Bundesliga verstehen, gab es natürlich noch nicht. Die höchste Spielklasse war die Kreisliga, darunter A- B- und C-Klasse. Der Deutsche Meister wurde aus den Regionalmeistern in einer KO-Spielrunde ermittelt. Die Spitzenmannschaften dieser Zeit waren der FC Nürnberg und die SpVgg Fürth.

Der „geregelte“ Spielbetrieb kann mit heute nicht verglichen werden. Manchmal dauerte ein Punktspiel 2 Stunden oder länger, bis es entschieden war. Wenn genug Spieler auf beiden Seiten anwesend waren, einigte man sich auch schon mal auf 12 oder 13 Feldspieler.

Schiedsrichter gab es noch nicht, so dass man sich vor dem Spiel auf einen von beiden Seiten respektierten Mann einigte, der mit den Spielführern die Entscheidungen traf und so das Spiel leitete. Der Fußball steckte noch in den Kinderschuhen.

In Deutschland gab es  rund 4.500 Vereine, die im DFB organisiert waren (heute 25.000).

1920 waren die Regeln schon sehr nah an dem, was wir heute kennen. Es gab ein rechteckiges Spielfeld mit Mittelkreis, und jede Mannschaft hatte 11 Spieler. Es gab organisierte Schiedsrichter (die gelbe und rote Karte kam erst 1970).

Die Ausrüstung der Spieler und die Eigenschaften des Spielballes wurden genormt.

1919/20
Gründung „Fußball-Club Viktoria Merchweiler“

Zu den Pionieren des Fußballspiels in Merchweiler zählten: Josef Michaely, Lorenz Grewenig, Ludwig Schaumlöffel, Johann Poitiers, Eugen Poitiers, Willi Poitiers, Peter Stahl, Hein Petry, Rudolf Platte, Max Platte.

Der Vereinsrechtliche Gründungsakt wurde wie folgt überliefert:

„August 1919 – Auf Initiative des späteren Präsidenten Ferdinand Thull fand im Lokal Enderlein „Komberch“ (Eisenbahnstrasse 7) die Gründungsversammlung des „Fußball-Club Viktoria Merchweiler“ statt.

Der Verein wird im August 1920 beim Süddeutschen Fußball-Verband e.V. als Mitglied Nr. 2272 zum Spielbetrieb angemeldet.“

Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 09.09.1921 (Vereinsregister Seite 307-313) als Fußball-Club Viktoria 1920 Merchweiler e.V. mit Hinweis auf den 30.03.1920 als urkundliches Gründungsdatum.

Die Vereinsfarben waren „blau-weiß“, als Spielfeld wurde ein Wiesengelände vor dem damaligen Wirtshaus Woll (damals Ludwigstrasse, heute Peter-Wust-Straße) von Familie Krämer angemietet.

Dem Gründungs-Vorstand gehörten nach der Satzungs-Urkunde an:

  • Eugen Poitiers, 1. Vorsitzender
  • Friedrich Enderlein, 2. Vorsitzender
  • Ludwig Schaumlöffel, 1. Schriftführer
  • Eduard Ehrlich, Kassierer
  • Johann Poitiers, 1. Spielführer

In der ersten Mannschaft spielten damals: Johann Poitiers, Eugen Poitiers, Willi Poitiers, Lorenz Grewenig, Josef Michaely, Felix Kirsch, Jakob Hoffmann, Ludwig Schaumlöffel, Hein Petry, Peter Stahl, „Sissi“ Daverio, Heinrich Beck.

Die Victoria (auch Viktoria) ist ein Wanderpokal im deutschen Fußball, der für den deutschen Meister von 1903 bis 1944 verliehen wurde. Heute ist die ursprünglich ersatzweise eingesetzte Meisterschale die Trophäe für den deutschen Fußballmeister, jedoch wurde von 1992 bis 2014 die Victoria wieder (in einer gesonderten Zeremonie) dem Meister überreicht.

http://www.wikiwand.com/de/Victoria_(Pokal)

Satzung der Viktoria in „lesbarer“ Form

1920/21
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
C-Klasse [Level 4]

1920 Gründung "Hellas" und Fusion mit "Viktoria"

Am 01.08.1920 entstand ein zweiter Fußballverein in Merchweiler. 35 Mitglieder bei der Gründungsversammlung im Lokal Baltes (Schwan) gaben sich den Namen "Sport Klub Hellas". Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 13.10.1920 ( Vereinsregister Seite 300-304).

Hellas nahm zunächst nicht am Liga-Spielbetrieb teil. Gespielt wurde im Merchtal auf der Gänseweide, später auf dem heutigen Rathausgelände.

Dem Hellas-Vorstand gehörten laut Urkunde an: Edmund Boussard (1. Vorsitzender), Albert Altmeier (2. Vorsitzender), Johann Kirsch (Schriftführer), Paul Meiser (Kassierer), Anton Stahl (Beisitzer).

Bereits ein halbes Jahr später am 11.11.1920 fusionierten beide Vereine als "Sportverein Viktoria".

Der neue Vorstand stellte sich wie folgt zusammen

  • Ferdinand Thull, 1. Vorsitzender
  • Edmund Boussard, 2. Vorsitzender
  • Johann Kirsch, Geschäftsführer
  • Rudolf Platte, Schriftführer
  • Max Platte, Kassierer
  • Felix Kirsch, Unterkassierer
  • Eugen Poitiers, Beisitzer
  • Jakob Hoffmann, Beisitzer
  • Fritz Keil, Spielausschuss

Viktoria zu Gast in Forbach

Das ganze geschah in bewegten Zeiten. Am 27. Februar 1920 trat das Saargebiet als Folge des 1. Weltkrieges unter die Verwaltung des Völkerbundes. Im Artikel 49 des Versailler Vertrages war festgelegt, dass nach 15 Jahren (1935) die Saarländer in einer Volksabstimmung darüber entscheiden sollten, " unter welche Souveränität sie zu treten wünschen ".

1921/22
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
C-Klasse [Level 4]

Die Dachorganisation des Ligaspielbetriebes war der Süddeutsche Fußball-Verband. Die Kreisliga war die höchste Spielklasse des Verbandes, darunter gab es die A- B- und C-Klasse. Der Verband war ab 1920 in 10 Kreise gegliedert, deren Meister um den Titel des Süddeutschen Fußball-Meisters spielten, welcher wiederum um die Deutsche Meisterschaft spielte.

[Quelle: www.sueddeutsches-fussballarchiv.de/]

1922/23
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
C-Klasse [Level 4]

Nachdem man das Gelände in der Ludwigstrasse aufgeben musste, fand die Viktoria am Nusswäldchen einen neuen Sportplatz, allerdings auch nur ein Provisorium. Viktoria konnte zum Abschluss der Saison 1922/23 die erste Meisterschaft verbunden mit dem Aufstieg in die B-Klasse verbuchen. Der erste Erfolg in der noch jungen Vereinsgeschichte.

Meistermannschaft der Viktoria 1922/23

Richard Nicklas, Johann Poitiers, Wlli Poitiers, Felix Kirsch, Herrmann Enderlein, Ludwig Schaumlöffel, Fritz Koch, Martin Schirra, Arthur Dörr, Karl Krauss, Paul Meiser, Josef Ames

100-Tage-Streik der Bergleute

Von Februar bis Mai 1923 streiken 70.000 Bergleute an der Saar.

Am 7. Februar 1923 marschierten französische Truppen auch im Saargebiet ein, um die Gruben zu besetzen und den Betrieb so gut wie möglich aufrecht zu halten. Die Bergleute waren sich in ihrem Widerstand einig, doch es gab auch Streikbrecher, die unter dem Schutz französischer Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten zu den Gruben geleitet werden mussten.

Die von den Gewerkschaften für „Notdienste“ untertage geschickten Bergarbeiter verweigerten teilweise den Einsatz, um nicht als „Vaterlandsverräter“ dazustehen. Ein erster großer Erfolg für die nationalistische Einheitsfront im Saargebiet, die erstmals klare Konturen angenommen hatte. Die antifranzösische Aufbruchstimmung hatte jetzt auch die Kernschicht der Arbeiterschaft erfasst.

Die Weichen für den großen Sieg der „Heim-ins-Reich“-Bewegung bei der Volksabstimmung im Januar 1935 wurden nach Einschätzung vieler Historiker somit bereits 1923 gestellt. (SZ 23.04.2012)

1923/24
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
B-Klasse [Level 4]

Viktoria zu Gast in Heiligenwald

1923 Sportplatz „Im Solch“

Eine gut gelegene Spielstätte musste gefunden werden, auf dem man erfolgreich Fußball spielen konnte. 1923 stellte die Gemeinde ein Waldgelände Im Solch (heute Wasgau Markt) zur Verfügung, dass zunächst mit vereinten Kräften in 4 Monaten abgeholzt werden musste. Am 29. Juli 1923 veranstaltete die Viktoria einen „Fußballwerbetag“, an dem der neue Sportplatz festlich eingeweiht wurde. Im August 1923 konnte das erste Punktspiel auf dem neuen Sportgelände ausgetragen werden.

Eine Änderung gab es 1923 im Ligasystem. Durch die ständig wachsende Zahl der neu gegründeten Vereine wurde als höchste Spielklasse die Bezirksliga anstelle der Kreisliga eingeführt.

1924/25
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
B-Klasse [Level 4]

1925 Die schwarze Elf der Viktoria

Der Verein hatte jetzt damit zu kämpfen, dass viele Mitglieder nach Amerika auswanderten. So mussten die jungen Spieler (15 bzw. 16 jährige Spieler) in der ersten Mannschaft ran. Der Mythos der „Schwarzen Viktoria“ entstand.

Der Sportplatz „Im Solch“ wurde in den 1920er Jahren immer öfter zum Streitpunkt zwischen Vereinen im Hinblick auf die Nutzung und Instandhaltung des Geländes. Pächter waren die Viktoria und der Turnverein Merchweiler, die gemeinsam eine Arbeitsgemeinschaft zur Organisation rund um den Sportplatz bildeten. Die sportlichen Aktivitäten beider Vereine waren allerdings schwer unter einen Hut zu bekommen.

Zudem entstanden neue Sportvereine, die eine Nutzung des Sportgeländes ebenfalls für sich beanspruchten. Nicht selten musste die Gemeinde schlichtend eingreifen, doch eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung war nicht in Sicht.

1925: Die schwarze Elf der Viktoria

Klasen, Kessler, Schmitt, Sänger, Lesch, Maurer, Best, Dörr, Mees, Kirsch | knieend: Busse, Müller, Leibenguth

1925/26
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
B-Klasse [Level 4]

Der Verein meldet:
– 45 aktive Spieler (2 Mannschaften)
– 30 Jugendspieler (2 Mannschaften)
– 30 Schüler (2 Mannschaften)
– keine AH
– 20 passive Mitglieder
(125 gesamt)

1.Mannschaft 1926

Richard Nicklas, Franz Zippel, Ferdinand Beuren, Martin Schirra, Hermann Enderlein, Ludwig Schaumlöffel, Baus, Felix Kirsch, Arthur Dörr, Bernhard Schmitt, Heinrich Lukas, Eduard Schlaucher, Hugo Enderlein

1926/27
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
B-Klasse [Level 4]

1.Mannschaft 1927

Spiel in Marpingen (Merchweiler gestreifte Trikots):

Jakob Fuchs, Franz Zippel, Heinrich Lukas, Hugo Enderlein, Hermann Enderlein, Ludwig Schaumlöffel, Paul Meiser II, Martin Schirra, Bernhard Schmitt, Felix Kirsch, Eduard Schlaucher

1927/28
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
B-Klasse [Level 4]

1928 - Viktoria zu Gast in Forbach

Spieler der 1. Mannschaft 1927/28:

 Jakob Fuchs, Paul Meiser II, Viktor Ripplinger, Martin Schirra, Hugo Enderlein, Felix Kirsch, Oskar Nicklas, Robert Meiser, Bernhard Schmitt, Eduard Schlaucher, Theo Ripplinger

Änderung auf Verbandsebene: Am 13. November 1927 wurde die Fusion mit dem Süddeutschen Verband für Leichtathletik beschlossen. Der neue Name des Verbandes lautete Süddeutscher Fußball- und Leichtathletik-Verband.

1928/29
Gau Blies; Kreis Saar-Blies; Bezirk Rheinhessen-Saar
B-Klasse [Level 4]

Meister der B-Klasse

1928 ist Fußball in Merchweiler populär geworden. Zwischenzeitlich hat der Verein 225 Mitglieder und kann als Meister der B-Klasse in die A-Klasse aufsteigen. Nach der Meisterschaft in der Gruppe 4 musste eine Meisterschaftsrunde der Gruppenmeister (Kerpen Illingen, Ottweiler, Theley, Merchweiler) mit Hin- und Rückspiel ausgetragen werden, aus der Viktoria als Gaumeister hervorgeht.

Im gleichen Jahr erreicht die Jugendmannschaft die Kreismeisterschaft. Diese Erfolge ließen in der Gemeinde aufhorchen. Immer mehr Merchweiler Bürger wollten die Spiele besuchen. Viele Männer, die sich bislang passiv dem Treiben um den Fußball verhalten hatten, konnten als Freunde des Sports gewonnen werden.

Aus dieser Zeit darf eine Name eines Mannes nicht unerwähnt bleiben, der sich besondere Dienste um den Sport erworben hat. Emil Weiler, der den Vorsitzenden Ferdinand Thull in seiner Arbeit unterstützte, erteile theoretischen Fußball-Unterricht und war am inneren Aufbau des Vereins maßgeblich beteiligt.

Zum Vorstand gehörten damals:

  • Ferdinand Thull, 1. Vorsitzender
  • Alois Alger, 2. Vorsitzender
  • Robert Meiser, Geschäftstführer
  • Felix Kirsch, Schriftführer
  • Josef Mebs, Kassenführer
  • Emil Weiler, Ratsmitglied
  • Fritz Keil, Spielausschuß
  • Eugen Poitiers, Spielausschuß
  • Andreas Mailänder, Spielausschuß

Meister und Aufsteiger in die A-Klasse

v.l.n.r.: Albert Grewenig, Hartzheim, Hein Petry, Paul Betscheider, Erwin Kleer, Lorenz Grewenig, Reinhard Kirsch, Kessler, Kleer, Hubert Schumacher, Eugen Poitiers, Emil Guckert | Ewald Engel, Franz Walz, Heinrich Schneider

Kreis-Jugendmeister 1929

 v.l.n.r.: Meiser, Detemple, Meiser, Zeller, Baltes, Bethscheider, Guckert, Schreiner, Kuhn, Kirchner, Meiser, Nicklas, Klecz, Jung

1929/30
A-Klasse Blies-Pfalz Gruppe Fischbach
[Level 3]

Im ersten Jahr in der A-Klasse wechselten die Viktorianer in den neu gegründeten Gau (Gruppe) Fischbach. Der Klassenerhalt war das Ziel und wurde erreicht.

1930/31
A-Klasse Blies-Pfalz Gruppe Fischbach
[Level 3]

931 – Die „Preußen“ werden im Kaisersaal gegründet
Soweit so gut, könnte man sagen. Wie geht es nun weiter? Sportliche Erfolge sind da, aber der Verein hat noch keine dauerhafte Heimstätte, in der nun einmal der Verein „lebt“. Dazu die ständigen Kompromisse bezüglich der Nutzung. Es gab offensichtlich eine Gruppe Vereinsmitglieder, die sich mit den Gegebenheiten im Solch nicht zufrieden geben wollten. Die Gebrüder Jochum stellten auf Nachfrage das Gelände hinter dem Kaisersaal auf Mietbasis zur Verfügung.

Eine Gruppe „Viktorianer“ um Ferdinand Thull und Reinhard Kirsch griffen diese Gelegenheit auf und begannen damit, das Gelände für den Spielbetrieb herzurichten. Der Sport-Club Preußen wurde im Kaisersaal ins Leben gerufen und die Preußen spalteten sich in der Sommerpause von der Viktoria ab.

Auch mit diesem Sportgelände, daß man sich zunächst wieder in mühevoller Arbeit herrichten musste, sollte es nach wenigen Jahren zwischen Verein und Vermieter zu Zerwürfnissen kommen.

Warum eigentlich „Preußen“?

Zum Hintergrund: In der „Kaiserzeit“ war Merchweiler Teil Preußens, gehörte zum Regierungsbezirk Trier. Nach dem Ersten Weltkrieg kam das Saargebiet durch den Versailler Vertrag unter die Regierung des Völkerbundes und wurde für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt. Alle saarländischen Parteien unterstützten damals den Wunsch zur Rückkehr in das Deutsche Reich.

Die genauen Beweggründe für die Namensgebung sind nicht überliefert. Üblich waren in dieser Zeit Vereinsnamen, die einen Bezug zu Deutschland herstellten (Germania, Teutonia, Borussia, Alemannia). Man kann aber heute sagen, dass bei der Suche nach einem Namen zu fortgeschrittener Stunde bei der Vereinsgründung im Gasthaus „Kaisersaal“ (in der damaligen Kaiserstrasse) irgendwie „Preußen“ auf der Hand lag.

Hinter der Entscheidung ein politisches Statement zu vermuten, wäre zwar nicht auszuschließen, aber doch irgendwie weit hergeholt. Es ging ja wie heute auch nicht um Politik, sondern es ging in erster Linie um Fußball.

1931/32
A-Klasse Mittelsaar Gruppe 2 (Viktoria) [Level 3]
B-Klasse Mittelsaar Gruppe 2 (Preussen)
[Level 4]

Die neuen Kreise im Bezirk Rhein-Saar

Die fünf Kreise der Saar-Gruppe wurden zur Saison 31/32 in sieben aufgeteilt: Moselkreis, Westsaarkreis, Mittelsaarkreis, Ostsaarkreis, Nahekreis, Kreis Pirmasens,Kreis Kaiserslautern.

Der Mittelsaaarkreis wurde aus dem Ostsaar-Gau und dem Fischbachgau gebildet. Deren Vereine waren:

Bezirksliga: Saar 05, FV Saarbrücken, Sportfreunde Saarbrücken, Sport-Verein 05 Saarbrücken.

Kreisliga: Halberg Brebach, Hellas Bildstock, Hansa Dudweiler, SC Friedrichsthal, SV Gersweiler, SV Güdingen, SpVgg Hühnerfeld, SV Holz, Spvgg Quierschied, SpVgg Riegelsberg, SV Rockershausen, VfR St. Arnual, SV 05 Sulzbach

A-Klasse:

Gruppe 1:
SC Altenkessel, SV Klarenthal, SV Fenne, FV Fürstenhausen, SV Jägersfreude, Louisenthal, TB 48 Saarbrücken, MTB Saarbrücken

Gruppe 2:
Eintracht Altenwald, VfR Illingen, VfB Sulzbach, SV Merchweiler, SC Neuweiler, SV Schnappach, SV Wemmetsweiler, FV Fischbach, SV Thalexweiler, SV Wahlschied

B-Klasse Gruppe 2: SC Preußen Merchweiler, Raßweiler, Kaisen, Kutzhof, Stennweiler, Gennweiler, Göttelborn, Welschbach

C-Klasse

SpVgg Viktoria 1919 Merchweiler?

Im Sommer 1931 scheint eine vernünftige Lösung auf dem Tisch zu liegen. Die beiden Merchweiler Fußballclubs könnten als Spielvereinigung Viktoria 1919 fusionieren. Es geht letztenendes auch um das Geld, welches in beiden Vereinen nicht vorhanden war.

Viktoria spielt im Solch. Die Kosten und der schwelende Streit mit den anderen Sportvereinen um die Nutzung des Sportplatzes lasten auf dem Club.

Die Preußen waren aktiv und haben neben dem Kaisersaal ein Gelände gepachtet (heute Bank1 Saar), das in Rekordzeit zum Sportplatz hergerichtet wurde.

Am Samstag den 01. August 1931 fand die Platzeinweihung der neuen Anlage hinter dem Kaisersaal statt. Im Rahmen dieser Sportwerbetage trat man erstmals als Spielvereinigung Viktoria 1919 Merchweiler in die Öffentlichkeit. Der neue Verein meldet 200 Mitglieder, drei aktive Mannschaften und zwei Jugendmannschaften.

Am 07. September erreichte den Verein jedoch die Entscheidung des Verbandes, dass eine Verschmelzung abgelehnt wurde.

Die beiden Vereine gingen daher mit getrennten Mannschaften in die Saison. „Preußen Merchweiler“ startete in der B-Klasse Mittelsaar Gruppe 2 und mit  nur einer Niederlage werden sie Meister ihrer Klasse.

Schlecht lief es für die Viktoria, die fast über die gesamte Saison mit beiden Mannschaften am Tabellenende stand.

Preußen Meister der B-Klasse

Im ersten Jahr gelingt den Preußen der „Durchmarsch“, fast alle Punktspiele werden gewonnen. Nach nur einer Spielzeit gesellen sich die Preußen zur Viktoria in die A-Klasse.  

Meister B-Klasse 1931/32

v.l.n.r.: Robert Martin, Dieter Haupert, Hugo Enderlein, Jakob Baltes, Otto Guckert, Franz Walz (TW), Reinhard Kirsch, Ewald Engel, Bernhard Schmidt, Emil Guckert, Robert Meiser, Hubert Schumacher

1932/33
A-Klasse Mittelsaar Gruppe 2 [Level 3]

1933/34
Gau 13 Südwest Bezirk Saar Kreisklasse 1, Gruppe Blies [Level 3]

Am 06. August 1933 wurde der Süddeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband aufgelöst. Das Ligasystem änderte sich unter dem Hakenkreuz ab der Saison 1933/34. Deutschland wurde in 16 Bezirke (Gau) eingeteilt. Der Saarländische Fußball war Bestandteil des Gau 13 (Südwest), ab 01. Oktober 1941 Gau Westmark. Oberste Spielklasse war demnach die Gauliga (ab 1940/41 Bereichsklasse), darunter fand man die Bezirksklasse (später 1. Klasse), darunter die Kreisklasse (2. Klasse).

Der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) war die Dachorganisation des Sports in Deutschland während der NS-Diktatur. Deren Abzeichen finden wir auf der Spielkleidung aller Mannschaftsfotos. Die Spiele wurden mit Hitlergruß begonnen und beendet.

1934/35
Gau 13 Südwest Bezirk Saar Kreisklasse 1, Gruppe Blies †† [Level 3]

Die „Preußen“ etablieren sich als Verein der Gemeinde
Die Zeit der Findung ist abgeschlossen. Die Merchweiler Fußballfreunde haben nun alle bei den Preußen ihre Heimat gefunden. Die Jugendabteilung vermeldet großen Zuspruch in der Gemeinde, steigende Mitgliederzahlen. Der Fußball ist in Merchweiler angekommen.

In unserer Chronik sind wir nun mitten im dunkelsten Kapitel der Deutschen Geschichte angelangt. Mit der „Saarabstimmung“ vom 13. Januar 1935 stimmten 90,73 % der Bevölkerung für den Anschluss des Saargebietes an Hitler-Deutschland.

Am 01. März 1935 wurde das Saarland Teil des Nationalsozialistischen Deutschlands. Damit einher ging auch die Gleichschaltung der Vereine und Verbände im Saarland. Ziel der Gleichschaltung, eine Terminologie der Nationalsozialisten, war die Abschaffung aller bestehenden Systeme und natürlich auch der Zugriff der NSDAP bis in den letzten Winkel der Gesellschaft.

Es gab auch beim Sport-Club Preussen Schnittmengen des Regimes und des Sports, bei denen sich die Parteizugehörigkeit des Vorsitzenden Ferdinand Thull sicher nicht nachteilig für den Verein auswirken sollte.

Wir möchten allerdings nicht den Versuch unternehmen, dieses Thema vollständig aufzuarbeiten und überlassen das entsprechenden Fachleuten. Gerne verweisen wir an dieser Stelle an die hervorragende Arbeit „Silbernes Vereinsjubiläum und Arierparagraph“ von Ralf Pirmann (FC 08 Homburg).

Preussen 1934/35

v.l.n.r.: Robert Meiser, Jakob Baltes, Jakob Mees, Willi Mees, Fritz Koch, Greif, Egon Gerber, Edgar Fuchs, Baltes, Hubert Schumacher, Josef Wagner, Leo Kirsch, Reinhard Kirsch

1935/36
Gau 13 Südwest Bezirk Saar Kreisklasse 1, Gruppe Blies [Level 3]

„Haldy“ wird die neue Spielstätte

Auf Betreiben von Reinhard Kirsch erwirbt die Gemeinde 1935 das Gelände an der Glashütte und verpachtet es den Preußen zur Nutzung als Fußballplatz.

Hauptgrund für Reinhard Kirsch war, dass der Haldy im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Spielstätten mit regelkonformen Abmessungen hergerichtet werden konnte. Das Gelände bot zudem die Möglichkeit, in der Zukunft Sozialräume wie Umkleiden und Kabinen entstehen zu lassen. Letztlich ging es auch um das geordnete Beitreiben von Eintrittsgeldern, was für den Verein eine elementare Bedeutung hat.

Die Vorstandswahlen brachten eine Veränderung. Ferdinand Thull, bis dahin Bergmann, wurde als Mitglied der NSDAP und Angehöriger der SS auf den Posten des Polizeichefs in Merzig beordert und stellte sein Amt zur Verfügung. Er wurde zum „Ehrenvorsitzenden“ gewählt. Alois Alger übernahm das Amt des „Vereinsführers“. Ein Vereinsführer konnte nur nach politischer Zuverlässigkeitserklärung der NSDAP sein Amt übernehmen. Konnte keine linientreue Person gefunden werden, wurde auf Fusion mit einem anderen Club gedrängt – oder der Verein wurde aufgelöst.

Woher kommt der Name „Haldy“?
Der Name ist auf den ursprünglichen Nutzer zurückzuführen. Das Gelände an der Glashütte stand im Besitz der Saarbrücker Industriellen-Familie Haldy. Die Gebrüder Haldy betrieben Kokereien in Altenwald und Heinitz. In Merchweiler wurde auf dem heutigen „Haldy“ Bauholz gelagert und vertrieben.

1936/37
Gau 13 Südwest Bezirk Saar Kreisklasse 1, Gruppe Blies [Level 3]

Meistermannschaft 1936/37

 v.l.n.r.: Reinhard Kirsch, Josef Wagner, Helmut Enderlein, Günther Kleer, A. Baltes, Otto Guckert, Alfred Bethscheider, Franz Walz, Heinz Maurer, Fritz Koch, Egon Gerber, Alfred Kremp, Peter Klos, Leo Kirsch

Die Preussen erreichen erstmals die Meisterschaft in der Kreisklasse, können sich aber in der Aufstiegsrunde (SV Völklingen, VfB Dillingen, VfB Theley, SV Sulzbach) nicht durchsetzen.

Reinhard Kirsch absolvierte 1936 in Berlin seine Ausbildung zum Fußball-Lehrwart an der Reichsakademie für Leibesübungen. Dies war der erste fußballspezifische Lehrgang unter der Leitung von Prof. Otto Nerz, dem ersten Trainer des Deutschen Fußball Bundes.

1920 wurde „Deutsche Hochschule für Leibesübungen“ (DHfL) als freie Hochschule der Sportverbände gegründet. 1935 wurde sie von den Nationalsozialisten in „Reichsakademie für Leibesübungen“ umbenannt. Aus ihr ist die Deutsche Sporthochschule in Köln entstanden. (Quelle: Wikipedia)

Trainerlehrgang v.l.n.r.: Karl Röll (eintracht Frankfurt), Franz Eichberger (Wien), Rudolf Harbig (Dresden) und Reinhard Kirsch 1938 am Olympiastützpunkt des NSRL auf der Wilhelmshöhe in Ettlingen.

1937/38
Gau 13 Südwest Bezirk Saar Kreisklasse 1, Gruppe Blies [Level 3]

Auch in der Saison 1937/38 erreichten die Preußen die Meisterschaft, scheiterten aber nochmals in den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse, bei denen sie 2 der 3 Partien verloren.

AH

Meistermannschaft 1937/38

Erwin Eichhorn, Peter Klos, Leo Kirsch, Fritz Koch, Hans Mertel, Jürgen Decker, Konrad Gottesleben, Hans Breyer, Hennes Spengler,  Hubert Schumacher

1938/39
Gau 13 Südwest Bezirk Saar Kreisklasse 1, Gruppe Blies [Level 3]

Meisterschaft Kreisklasse und Aufstieg in die Bezirksklasse im dritten Anlauf

Nach der dritten Meisterschaft in Folge konnte man die Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse endlich erfolgreich abschließen.

Siegerehrung zum Aufstieg 1939 Leo Kirsch mit Siegerkranz, rechts daneben Hennes Spengler

Auf den beiden Fotos aus der Saison 1938/39 sind die Namen der Spieler herausgehoben, die im Verlauf des Krieges ihr Leben als Soldat gelassen haben. Insgesamt sind nach den Vereins-Aufzeichnungen 30 Mitglieder im Krieg als Soldat gefallen. 

Meister und Aufsteiger 1938/39

v.l.n.r.: Alois Alger, Hugo Enderlein, Erwin Eichhorn, Peter Klos, Hans Mertel, Jürgen Decker, Konrad Gottesleben, Fritz Koch, Hennes Spengler, Hubert Schumacher, Hans Wachter, Peter Bund, Leo Kirsch, Richard Naumann, Reinhard Kirsch

Kreisjugendmeister 1938/39

v.l.n.r.: Jugendleiter Hugo Enderlein, Jakob Busse, Helmut Dörr, Erich Zenner, Oswald Reichert, Kaufmann, Josef Bost, Erich Alt, Edgar Fuchs, Peter Bund, Schulli Dörr, Robert Fuchs, Emil Gucksnot

1939/40
Bezirksklasse Saar [Level 2]

Aufstieg war ein Meilenstein 

20 Jahre nach Gründung spielen die Preußen erstmals in der damals zweithöchsten regionalen Liga, der Bezirksklasse. Die Bezirksklasse war der Unterbau der Gauliga (ab 1942 Sportbereichsklasse), in der damals der Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach, 1. FC Kaiserslautern, Borussia Neunkirchen, FV Saarbrücken (FCS) oder Mainz 05 unterwegs waren. Diese Liga war zweigeteilt und die Saarländischen Clubs spielten in der Staffel Saarpfalz.

Der Ligastart war ursprünglich auf den 03. September terminiert. Erster Gegner wäre Sulzbach gewesen. In der Bezirksklasse sollten spielen:
Ensdorf, Güdingen, Saarlouis, St. Ingbert, Völklingen, Quierschied, Saar 05, Burbach, Dudweiler, Sulzbach, Mittelbexbach-Höcherberg und Merchweiler. 

Aufgrund der Kriegsereignisse um den 01. September rückte der Fußball in den Hintergrund. 

Das erste Spiel war dann auf dem Haldy nach einer Ligaumstellung am 26. November 1939 gegen Post Neunkirchen und endete mit einem 5:1 Sieg der Preußen.. 

Bezirksliga Saar 1939/40

Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begann im September 1939 der II. Weltkrieg und viele Spieler und Mitglieder der Preußen wurden zum Militärdienst eingezogen. Nicht alle kamen aus dem Krieg zurück. In der Festschrift zum 40. Jubiläum werden 30 im Krieg gefallene Mitglieder genannt.

Bezirksklasse-Mannschaft der Preußen 1940

v.l.n.r.: Reinhard Kirsch, Peter Klos, Hubert Schumacher, Anton Alt, Hans Breyer, Hennes Spengler, Jürgen Decker, Franz Walz, xx, Ewald Engel,xx, Leo Kirsch, Alois Alger

1940/41
1. Klasse Bezirk Nordsaar [Level 2]

Im zweiten Jahr in der Bezirksklasse (jetzt 1. Klasse Bezirk Nordsaar) spielten die Preußen ein gute Runde und landeten sogar auf dem 2. Platz. 

1. Jugendmannschaft 1940

v.l.n.r.: Enderlein, Ewald Riehm, Eckert, Reichert, Hermann Scherer, Kirsch, xx, Schmidt, xx, Meiser, Lehnhof, Thiel, Pelka

1. Klasse Bezirk Nordsaar 1940/41

1941/42
1. Klasse -Kreisgruppe Neunkirchen [Level 2]

Immer öfter kam es nun zu Behinderungen durch Spielausfälle im Liga-Spielbetrieb.

Die Ligen wurden aufgrund der besonderen Situation neu eingeteilt und neue Regelungen hinsichtlich Auf- und Abstieg getroffen.

Die Preußen spielten in dieser Zeit zusammen mit Spiesen, Homburg, Marpingen, Friedrichsthal, und Elversberg in einer Klasse.

Bezeichnend im Artikel der SZ vom 24.04.1942 die Bemerkung, dass Elversberg mit 16-17 jährigen zu den Punktspielen antreten musste.

1942/43
1. Klasse -Kreisgruppe Neunkirchen [Level 2]

In dieser Saison gab es wiederum eine Neueinteilung der Spielgruppen. Merchweiler spielt in der ersten Klasse gegen Nordsaar-Vereine.

Bei der Zusammenstellung der Gruppe hat man Wert auf kurze Strecken bei der Anreise gelegt, doch auch hier gab es situationsbedingt sehr viele Spielabsagen. (rechts Artikel aus der Sz vom 13.10.1943)

1. Klasse -Kreisgruppe Neunkirchen 1942/43

1943/44
1. Klasse -Kreisgruppe Neunkirchen [Level 2]

Die wenigen daheim gebliebenen Fußballer wurden in der Kriegs-Saison 1943/44 bei den Sportfreunden des SV Kerpen Illingen aufgenommen. So wurde die KSG (Kriegsspielgemeinschaft) Illingen-Merchweiler aus den beiden Mannschaften gebildet, die beide in der 1. Klasse bis dahin gegeneinander spielten. Gemeinsam versuchten man das Fußballspiel am Leben zu halten. In dieser Zeit war das Bilden von Kriegsspielgemeinschaften nicht ungewöhnlich, aber diese sportliche und freundschaftliche Geste unser Illinger Sportkameraden sollte nicht in Vergessenheit geraten.

1944/45
1. Klasse -Kreisgruppe Neunkirchen [Level 2]

Im Dezember 1944, bereits 6 Monate nach der Landung in der Normandie am 06.06.1944, standen die US-Truppen unter General Patton an der Landesgrenze zwischen Saarbrücken und Saarlouis.

Der Ligabetrieb war nun kaum mehr möglich. Die Zivilbevölkerung im gesamten Grenzraum war evakuiert. Ab Januar 1944 war fast täglich Luftalarm, denn die US-Airforce flog über das Saarland Einsätze im Raum Ludwigshafen/Mannheim, oder Saarbrücken war das Ziel. 1944 stürzten mehr als 150 Militär-Flugzeuge über dem Saarland ab, was einen ungefähren Einblick auf die Situation erahnen lässt.

Im März 1945 wurde das Saarland von amerikanischen Truppen befreit. Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 übergaben die US-Truppen das Saarland im Juli 1945 an französische Einheiten.

Am 30. August 1945 wurde eine französische Militärregierung unter Oberst Gilbert Grandval eingesetzt. Die ersten Soldaten kamen wieder nach Hause, das Leben ging weiter. Und bald wurde auch wieder Fußball gespielt.

1919 - 1945

1945 - 1970

1970 - 1995

1995 - 2019