KIRSCH Manfred

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(* 09. Februar 1944)

Wie sein Bruder Horst hat Manfred Kirsch auf dem Haldy mit dem Fußballspiel begonnen. Sein Talent brachte ihn als 18-jährigen zunächst ins Tor der 1. Mannschaft unserer Preußen. Seine Leistungen verhalfen ihm schon bald zu landesweitem Interesse, doch er blieb den Preußen treu. 1965, als man hinter der Zukunft der Preußen bedingt durch die Verschlechterung der sportlichen Rahmenbedingungen ein großes Fragezeichen setzte, konnte ihm niemand verübeln, dass er schließlich dem Ruf des 1. FC Saarbrücken nachgab.

Dass es die richtige Entscheidung war, erkennt man an der weiteren Entwicklung seiner sportlichen Karriere. 10 Jahre Regionalliga und 2 Jahre in der 2. Bundesliga für den FC 08 Homburg sind das Prädikat seines Könnens. Seine enge Verbundenheit mit Merchweiler und dem SV Preußen manifestiert sich in seiner Rückkehr 1976, nachdem er seine Profi-Karriere beendet hatte. Nach den Abstiegen von der Amateurliga bis in die A-Klasse und nach drei Spielzeiten am Tabellenende drohten die Preußen sportlich im Niemandsland zu verschwinden. Spielausschuss Julius Herrmann („Nippert“) gelang es, dem Top-Torwart die Aufgabe in Merchweiler schmackhaft zu machen. Mit Manfred Kirsch als Trainer und Spieler sollte sich die Situation schlagartig ändern.

In seinem ersten Jahr holte er mit der im Prinzip gleichen Mannschaft des Vorjahres den ersten Meistertitel seit 35 Jahren nach Merchweiler. Im Folgejahr blieb er zwischen den Pfosten und am Ende der Saison stand seine Mannschaft auf dem 3. Tabellenplatz der Bezirksliga, was den Aufstieg in die Verbandsliga Saar bedeutete. In nur 2 Jahren erfüllte Manfred Kirsch den Traum aller Preußen, die Rückkehr in die oberste saarländische Spielklasse. An dieser Situation hätte sich auch nichts geändert, doch Manfred Kirsch musste seine Trainertätigkeit aufgrund beruflicher Erfordernisse unterbrechen, die den Ingenieur für 12 Monate an den Persischen Golf führten.

Auch diesmal kam er wieder zurück, gerade rechtzeitig, um die Preußen vor einem erneuten Desaster zu bewahren. 1981/82 verletzte sich Manfred Kirsch bei einem Punktspiel so schwer, dass er die Entscheidung traf, nun seine Handschuhe an den Nagel zu hängen. Bis weit in die 1990ger Jahre stand er dem Verein in verschiedenen Positionen mit Rat und Tat zur Seite. Manfred Kirsch hält bis zum heutigen Tag Kontakt zu den Preußen.

Seine Ausstrahlung und seine Fitness hat er sich erhalten und wer „de Manné“ heute in Merchweiler trifft, fragt sich, warum er eigentlich nicht bei der 1. Mannschaft im Tor steht.

Lieber Manfred, vielen Dank!           

[Manfred Kirsch beim DFB Datencenter]



Jugend Preußen Merchweiler
1961/62 Preußen Merchweiler (1. Amateurliga Saarland)
1962/63 Preußen Merchweiler (1. Amateurliga Saarland)
1963/64 Preußen Merchweiler (1. Amateurliga Saarland)
1964/65 Preußen Merchweiler (1. Amateurliga Saarland)
1965/66 1. FC Saarbrücken (Regionalliga Südwest | 1 Einsätze)
1966/67 1. FC Saarbrücken (Regionalliga Südwest | 13 Einsätze)
1967/68 1. FC Schweinfurt 05 (Regionalliga Süd | 34 Einsätze)
1968/69 1. FC Schweinfurt 05 (Regionalliga Süd | 34 Einsätze)
1969/70 1. FC Schweinfurt 05 (Regionalliga Süd | 26 Einsätze)
1970/71 VfR Heilbronn (Regionalliga Süd | 34 Einsätze)
1971/72 VfR Heilbronn (Regionalliga Süd | 16 Einsätze)
1972/73 VfR Heilbronn (Regionalliga Süd | 8 Einsätze)
1972/73 FC 08 Homburg (Regionalliga Südwest | 9 Einsätze)
1973/74 FC 08 Homburg (Regionalliga Südwest | 7 Einsätze)
1974/75 FC 08 Homburg (2. Bundesliga Süd | 27 Einsätze)
1975/76 FC 08 Homburg (2. Bundesliga Süd | 0 Einsätze)
1976/77 Preußen Merchweiler (A-Klasse Nord | 23 Einsätze)
1977/78 Preußen Merchweiler (Bezirksliga Nord | 30 Einsätze)
1978/79 Preußen Merchweiler (Verbandsliga Saar | 25 Einsätze)
1979/80 Preußen Merchweiler (Verbandsliga Saar | 0 Einsätze)
1980/81 Preußen Merchweiler (Landesliga Nord/Ost | 28 Einsätze)
1981/82 Preußen Merchweiler (Landesliga Nord/Ost | 11 Einsätze)