1970 – 1990

1977/78
Bezirksliga Ost
[Level 4]

In der Saison 1977/78 wurde die Mannschaft 3. und durch eine Liga-Umstellung gelang der Aufstieg aus der Bezirksliga in die neu gegründete Verbandsliga. Die Preußen waren glücklich, denn zum 60. Geburtstag spielte man wieder in der „Amateurliga“.  

Vorbereitungsspiel in Friedrichsthal v.l.n.r.: Hans Alt, Dietmar Grewenig, Kurt Meiser, Dietmar Thom, Gernot Tybl, Josef Kleer, Michael Schneider, Peter Scheidhauer | Herbert Schneider, Gerhard Larouette, Manfred Kirsch, Robert Penth, Johann Bugiel, Hans Salzmann
Bor. Neunkirchen 2 – Preußen (Kopfball O. Jochum; Michael Schneider, Josef Kleer, Hubert Schumacher 8 )

Neues Ligasystem: Aus der Saarlandliga wird die Verbandsliga. Meister Bor. Neunkirchen steigt in die 2. Liga auf, in die Amateuroberliga steigen Platz 2. bis 7. auf (Röchling Völklingen, FC St. Wendel, VfB Dillingen, ASC Dudweiler, SV Auersmacher, FSV Saarwellingen). Aus den Bezirksligen Ost und West steigen 7 Vereine in die Verbandsliga auf.

  Verein Sp Tore Punkte
1. Borussia Neunkirchen II 30 67:31 47:13
2. FC Oster Oberkirchen (A) 30 64:37 40:20
3. Preußen Merchweiler (N) 30 52:32 38:22
4. SV Ottweiler 30 57:44 36:24
5. SV Einöd-Ingweiler 30 67:44 35:25
6. Germania Wustweiler 30 58:45 34:26
7. SV Bexbach 30 71:66 33:27
8. TSC Blieskastel (N) 30 57:52 32:28
9. FC Homburg A 30 47:45 31:29
10. ASV Kleinottweiler 30 43:43 28:32
11. SpVgg Elversberg 30 56:55 27:33
12. SV Holz 30 61:75 23:37
13. FV Lebach 30 34:51 21:39
14. SpVgg Quierschied 30 43:73 20:40
15. SV Blickweiler 30 42:79 19:41
16. SV Kerpen 09 Illingen 30 32:79 16:44

1978/79
Verbandsliga Saar
[Level 4]

Liga-System 78/79 – 93/94:
1. Bundesliga
2. Liga
Amateuroberliga
Verbandsliga
Landesliga (2)
Bezirksliga (4)
Kreisliga A (8)
Kreisliga B (11)

Der Saisonstart ging mit einer 0:4 Niederlage gegen den Mitaufsteiger aus Ottweiler gründlich daneben. Aber die Mannschaft erkämpfte sich mit einer soliden Abwehr Punkt für Punkt.  Die ersten beiden Spiele im neuen Jahr wurden gewonnen (3:1 gegen Saar 05, 2:0 gegen den VfB Theley). Höchster Sieg beim Heimspiel gegen Hülzweiler (6:2), höchste Niederlage in Neunkirchen (5:1). Ingesamt: 6|16|12 (S|U|N)  

Im Saarlandpokal waren die Preußen als Verbandsligist gesetzt, scheiterten allerdings in der 1. Hauptrunde in Güdingen.

Herbert Sänger, Otto Tyb’l, Julius Herrmann, Edwin Färber, Rolf Hornung, Jürgen Seewald, Bernd Fuchs

SaarlandPokal:
1. Hauptrunde 14.04.1979 SV Güdingen – SV Preußen 4:1

  Verein Sp Tore Punkte
 1. FC Ensdorf 34 84:37 54:14
 2. Eintracht Überherrn 34 100:49 50:18
 3. Borussia Neunkirchen A (N) 34 74:32 49:19
 4. FV Eppelborn 34 67:33 49:19
 5. SV Blies Bliesen 34 64:41 41:27
 6. Rot-Weiß Hasborn 34 58:43 39:29
 7. SC Friedrichsthal 34 60:59 39:29
 8. Union Hülzweiler (N) 34 57:56 34:34
 9. FSV Hemmersdorf (N) 34 60:66 33:35
10. SV Weiskirchen 34 46:49 31:37
11. Preußen Merchweiler (N) 34 41:54 28:40
12. SV Ottweiler (N) 34 36:66 26:42
13. VfB Theley * 34 38:56 25:43
14. SV St. Ingbert 34 51:73 25:43
15. Saar 05 Saarbrücken 34 46:72 25:43
16. SC Großrosseln (N) 34 45:79 25:43
17. Blau-Weiß Oberthal 34 35:57 24:44
18. FC Oster Oberkirchen (N) 34 33:73 15:53

1979/80
Verbandsliga Saar [Level 4]

Am 25.10.1979 nehmen die Preußen Abschied von Reinhard Kirsch. Mit 72 Jahren verstarb die große Persönlichkeit unseres Vereines. Zu diesem Zeitpunkt hatte die erste Mannschaft wieder den Liga-Status, in dem Reinhard Kirsch seine Preußen in die Hände seiner Nachfolger gelegt hatte. Die Beisetzung fand unter großer Beteiligung des Saarländischen Fußballs und der Merchweiler Bevölkerung statt. Auf seinem letzten Weg wurde Reinhard Kirsch von Jugendspielern in den Preußen-Farben begleitet. Eine Ära war zuende.


Manfred Kirsch stand aus beruflichen Gründen in der zweiten Spielzeit der Verbandsliga nicht zur Verfügung. Mit seinem Fehlen als Spieler und Trainer verlor die Mannschaft den Rückhalt, der sie in den Jahren zuvor beflügelte. Der ehemalige Regionalliga-Torwart Herbert Stöhr wurde als Trainer verpflichtet. Jedoch nach wenigen Spieltagen trennten sich wieder die Wege und Hans Spengler übernahm seinen Posten. Obwohl es kräftige Niederlagen hagelte, war der Klassenerhalt möglich. Zum Saisonende wurde das Heimspiel gegen Weiskirchen bei 2:0 Führung am Ende mit 2:3 verloren, was den Abstieg besiegelte. 

Preußen beim C.D. Malgrat (Spanien) – Wolfgang Staden, Leo Hansen, Bernd Kleer, Josef Kleer, Jörg Kläser, Alfred Heuwinkel, Jürgen Seewald, Peter Scheidhauer; Gernot Tyb’l, Gerhard Dörr, Stefan Blass, Peter Niederländer, Gernot Jung
Peter Scheidhauer, Schiedsrichter Suarez, Kapitän der Gastgeber
AH in Lommersum-Derkum: Benno Grewenig, Rudi Woll, Horst Kläser, Michael Schneider, Wolfgang Andreis, Horst Finsterbusch, Lothar Rech, Willi Buchborn, nn; Claudia Simmet, Nikolaus Simmet, Hans Spengler, Hans Mohr, Jürgen Decker, Ernst Ehrlich, Rolf Dietz

SaarlandPokal:
1. Hauptrunde 03.04.1980 Hertha Wiesbach – SV Preußen 2:0

  Verein Sp Tore Punkte
 1. SpVgg Elversberg (N) 34 94:35 52:16
 2. FSV Saarwellingen (A) 34 85:32 52:16
 3. SV Auersmacher (A) 34 77:55 48:20
 4. Rot-Weiß Hasborn 34 63:40 46:22
 5. FV Eppelborn 34 68:57 41:27
 6. Union Hülzweiler 34 65:60 39:29
 7. Saar 05 Saarbrücken 34 101:69 38:30
 8. Borussia Neunkirchen II 34 77:59 37:31
 9. FSV Hemmersdorf 34 73:61 36:32
10. SC Friedrichsthal 34 73:62 36:32
11. Eintracht Überherrn 34 61:55 32:36
12. FV Riegelsberg (N) 34 43:54 28:40
13. SV St. Ingbert 34 57:82 27:41
14. SV Ottweiler 34 45:77 27:41
15. SV Blies Bliesen 34 58:71 25:43
16. SV Weiskirchen 34 45:85 18:50
17. SC Großrosseln 34 43:90 18:50
18. Preußen Merchweiler 34 32:116 12:56

Erfolgreiche Zeit der Jugend

In der Saison 1977/78, in der bei den Aktiven der sportliche Erfolg zurückgekehrt war, zählte der SV Preußen 150 Jugendspieler in 12 Mannschaften. Von diesen erreichen 6 die Meisterschaft in ihrer Spielklasse.

Unter den Trainern Willi Buchborn und Hansi Spengler konnte die B-Jugend Verbandsliga erreicht werden. Im ersten Spieljahr belegte man noch den 6. Platz, aber in der Saison 1979/80 folgte die Sensation: Merchweiler wurde Saarland-Meister und Saarland-Pokalsieger!

In den Spielen um die Deutsche Meisterschaft schafften es die Jungs bis ins Viertelfinale. Am 22.06.1980 verlor die Mannschaft in Hühnerfeld vor 1.500 Zuschauern das Rückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1, nachdem man im Hinspiel 2:2 Unentschieden spielte.

Besonders hervorheben muss man natürlich Uwe Haas, der in dieser Zeit „das hoffnungsvollste Talent des Deutschen Fußballs“ (Bild-Zeitung) war.

Vom 24. bis 26. Mai 1980 fand das wie immer vor großer Kulisse und mit starkem Teilnehmerfeld alljährliche B-Jugend Pfingsturnier auf dem Haldy statt. Im Eröffnungsspiel am Samstag standen sich die 1. Mannschaften von Merchweiler und Wemmetsweiler gegenüber (Ergebnis 2:3).

Mit von der Partie waren SV Holz, 1. FC Saarbrücken, FC Metz, SC Wemmetsweiler, SG Schiffweiler, SV ALtenwald, SV Lommersum-Derkum und die Preußen-Elf. Turniersieger wurde der FCS, der den Gastgeber im Endspiel mit 1:0 bezwang.

Dritter wurde der FC Metz vor der SG Schiffweiler.

Kapitän der Schüler Nationalmannschaft – Uwe Haas
SSV Lommersum
FC Metz 1980
Der Schirmherr: Bürgermeister Willi Ries
Siegerehrung: rechts die Preußen

B-Jugend spielt um die Deutsche Meisterschaft
Aus im Viertelfinale gegen Kaiserslautern

Die B-Jugend spielte eine sensationelle Saison. Unter Trainer Willi Buchborn und Betreuer Nikolaus Simmet standen sie bis zum Heimspiel gegen den FC Saarbrücken auf Platz 2 der Verbandsliga-Tabelle. Das Spiel der beiden Titelaspiranten ging vor zahlreichen Zuschauern klar mit 2:0 (1:0) an die Preußen: Tabellenführer! Dann die überraschende Niederlage in Püttlingen (2:1), doch auch der FCS patzte zuhause gegen St. Ingbert (4:4). Damit war die Herbstmeisterschaft erreicht. Alles fieberte dem Rückspiel in Saarbrücken entgegen, welches die Entscheidung um die Meisterschaft brachte. Mit 3:2 siegten die Preußen beim FCS und waren zum Saisonende Meister mit 6 Punkten Vorsprung. Faire Geste: B-Jugend Trainer des FCS Dieter Ferner gratulierte nach dem Spiel zur Meisterschaft. Auch den Saarlandpokal schnappte sich die Mannschaft um Uwe Haas.

Endrunde Deutsche Meisterschaft

Im Achtefinale mussten die Preußen zuerst zum FV Offenburg. Das Spiel wurde mit 2:1 gewonnen und der Weg in das Viertelfinale schien klar zu sein. Dann am 08.06.1980 in Hühnerfeld gewann der FV Offenburg das Rückspiel mit 2:1, so dass die Entscheidung im Elfmeterschießen gefunden werden musste. Durch sichere Schützen und einen hervorragend aufgelegten Torwart endete der Elfmeterkrimi 4:2, und das Viertelfinale war gebucht. Dort wartete kein geringerer als der 1. FC Kaiserslautern. Zum Hinspiel in Morlautern pilgerten viele Preußen-Fans um den Jungs den Rücken zu stärken. In einer spannenden Partie führte der FCK bis zur letzten Minute mit 2:1, dann der Pfiff des Unparteiischen: Elfmeter für die Preußen. Mit dem Schlusspfiff verwandelte Uwe Haas zum viel umjubelten 2:2. Das Rückspiel fand am 22.06.1980 in Hühnerfeld vor rund 1.500 Zuschauern statt. Die eigentlich ausgeglichene Partie mit Vorteilen für die Preußen wurde durch einen Elfmeter noch vor der Halbzeit entschieden und endete 0:1. Obwohl unglücklich und keineswegs verdient verloren zu haben bleibt am Ende festzuhalten, dass die Preußen eine ausgezeichnete Leistung boten und mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein konnten.

Uwe Haas, Michael Anhaus, Michael Weber, Stefan Kiefer, Bernd Kraus, Hendrik Decker, Thomas Martin, Thomas Linnebach, Volker Blass, Mike Ruf, Uwe Schaum
Uwe Haas, Michael Anhaus, Michael Weber, Stefan Kiefer, Bernd Kraus, Hendrik Decker, Thomas Martin, Thomas Linnebach, Volker Blass, Mike Ruf, Uwe Schaum
Preussen – FC Kaiserslautern : Uwe Schaum beim Kopfball
Trainer Willi Buchborn bei der Halbzeitansprache, rechts Betreuer Nikolaus Simmet

1980/81
Landesliga Nordost
[Level 5]

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga war der Substanzverlust zu groß, um eine wichtige Rolle zu spielen. Manfred Kirsch übernahm wieder die Mannschaft, doch der Verein hatte bei der Zusammenstellung des neuen Spielerkaders keine glückliche Hand. Am Ende landete man auf einem enttäuschenden 8. Platz. 

2. Mannschaft 1981 v.l.n.r.: Bernd Kleer, Leo Hansen, Hubert Zimmer, Notker Pfeiffer, Jürgen Seewald, Martin Zewe, Bernd Zapp; Hans Alt, Matteo Rao, Jürgen Ehrlich, Peter Woll, Siegmund Bugiel, Jörg Koch, Dietmar Grewenig
1980 – Peter Scheidhauer
B-Jugend Verbandsliga 1980/81: Thomas Martin, Volker Blass, Bernd Kraus, Michael Hornung, Stefan Dietz, Peter Jung, Michael Gotzmann; Stefan Klär, Volker Haas, Thomas Quinten, Gerhard Kuhn, Christian Jacob, Heiko Kämpf

  Verein Sp Tore Punkte
1. VfB Theley 30 63:23 47:13
2. SV Beeden (N) 30 87:44 44:16
3. SV Einöd-Ingweiler 30 63:27 42:18
4. SV Bexbach 30 63:35 38:22
5. SV Holz 30 55:44 35:25
6. FV Lebach 30 52:48 33:27
7. Hellas Marpingen 30 54:58 32:28
8. Preußen Merchweiler (A) 30 35:47 28:32
9. SpVgg Quierschied 30 38:52 27:33
10. Germania Wustweiler 30 47:50 26:34
11. Wemmatia Wemmetsweiler 30 39:50 25:35
12. Oster Oberkirchen 30 40:49 24:36
13. FC Freisen (N) 30 35:50 23:37
14. SG Erbach 30 40:60 23:37
15. Blau-Weiß Oberthal 30 33:53 22:38
16. FC Homburg A 30 35:89 11:49